|
 |
|
|
|
|
JobSpezial September 2010 - IT
Alle reden vom Fachkräftemangel
|
|
 |
| Der Fachkräftemangel in Deutschland |
„Fachkräftemangel“ - ein Begriff, der spätestens seit dem Jahr 2000 immer wieder in den Nachrichten ist und gern in Pressemeldungen von Unternehmen verwendet wird. Im Millennium-Jahr startete damals das „Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs“, in dessen Rahmen innerhalb von 4 Jahren knapp 18.000 IT-Fachkräfte mit der deutschen Greencard in die Bundesrepublik kamen.*
Inzwischen wurde die Greencard-Regelung durch die Einführung des Zuwanderungsgesetzes in die deutsche Beschäftigungsverordnung aufgenommen und am 1. Januar 2009 auf alle akademischen Berufe ausgeweitet. Somit können Unternehmen Fachkräfte aus dem Ausland anwerben ohne sich an zahlenmäßige Begrenzungen halten zu müssen.
MINT
Ein wichtiges Initialwort hinsichtlich des Fachkräftemangels ist das Schlagwort „MINT“. Diese hat nichts mit Münzen, Schallplatten oder dem Atari zu tun (das Betriebssystem wird mit einem kleinen "i" abgekürzt), sondern steht für die Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. In diesen Gebieten besteht seit geraumer Zeit eine Differenz zwischen dem Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften und einer zu geringen Quote an Absolventen in den relevanten Studienfächern.
So ist in Deutschland die Zahl der MINT-Absolventen im Vergleich zur Zahl aller erwerbstätigen Personen mit 26 Prozent zu gering und liegt laut der Initiative "MINT Zukunft" deutlich unter dem OECD-Durchschnitt. Im Juni 2010 meldete das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln, in Deutschland fehlten 65.000 Fachkräfte aus diesen Bereichen.Nach Berechnungen des Instituts entgehen der deutschen Volkswirtschaft dadurch jährlich Wertschöpfungsgewinne von rund 28 Milliarden Euro.
Mangel an IT-Kräften **
Allein im Februar 2010 waren trotz Krise knapp 40.000 offene Stellen für IT-Fachkräfte zu besetzen, denen nur rund 33.000 arbeitslose Personen mit geeigneten Qualifikationen gegenüber standen. Der demografische Wandel, welcher bei fast allen MINT-Qualifikationen als einer der Gründe für die sogenannte Fachkräfte-Lücke aufgeführt wird, scheint hinsichtlich der Entwicklungen in der Informationstechnik eine untergeordnete Rolle zu spielen. So seien lediglich 3 Prozent aller Informatiker in Deutschland älter als 55 Jahre und über 25 Prozent hingegen 30 oder jünger. Dementsprechend werden altersbedingt jährlich relativ wenige Stellen frei. Vielmehr wird die IT-Lücke durch den Strukturwandel hin zu einer noch stärker wissens- und forschungsintensiven Gesellschaft mit modernen Arbeitsprozessen, aus denen Informationstechnologien nicht mehr wegzudenken seien, verstärkt.
Die Reaktion der Unternehmen
Informationstechnologien sind auch in deutschen Unternehmen wie Siemens nicht mehr wegzudenken. Anfang Juli war auf www.focus.de zu lesen , dass Siemens „händeringend“ nach qualifizierten Ingenieuren und Informatikern suche – und das, obwohl viele Arbeitsplätze gestrichen wurden. Insgesamt seien allein in Deutschland 2.000 Stellen zu besetzen; viele davon mit Bewerbern aus den MINT-Fächern.
Und auch Unternehmen wie capgemini sd&m (seit 1.Juli 2010 nur noch capgemini), Bosch, Rohde & Schwarz suchen konstant hochqualifizierten IT-Nachwuchs. Um diesen zu fördern, werden immer öfter (Master-)Stipendien und auch Pre-Master-Programme vergeben. Bei erfolgreichem Abschluss stehen den Absolventen im Normalfall alle Türen in den Unternehmen offen.
Die Daimler AG, einer der beliebtesten deutschen Arbeitgeber, veranstaltet regelmäßig CAReer Days, um Kandidaten für das konzernweite Nachwuchsprogramm CAReer zu gewinnen. So können an den regelmäßigen Rekrutierungsveranstaltungen junge Berufserfahrene und (angehende) Absolventen der Ingenieurswissenschaften oder Informationstechnologie teilnehmen.
* http://de.wikipedia.org ** http://www.iwkoeln.de |
|
 |
|
|
|
 |
|
 |