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Was sind eigentlich Soft-Skills?
Über die Beschaffenheit von Soft-Skills

Der Arbeitsmarkt erwartet von den heutigen Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen, dass sie in Ergänzung zum Fachwissen Soft-Skills mitbringen. Soft-Skills sollen eine Person dazu befähigen, mit unterschiedlichen Anforderungen im beruflichen Alltag umgehen zu können. Sie sind umso wichtiger, je komplexer und weniger strukturiert eine Aufgabe ist.
Oft werden Soft-Skills synonym mit dem Begriff Schlüsselqualifikationen verwandt. Das sind sie insofern, als Sie im Gegensatz zu spezifischen Fachkenntnissen Meta-Fähigkeiten darstellen, die zum Beispiel das Aneignen von Wissen ermöglichen. Im Gegensatz zu den Soft-Skills besitzen Schlüsselqualifikationen aber einen überberuflichen Charakter und beziehen sich auf sämtliche Bereiche des Lebens. Soft Skills wiederum lösen sich von überindividuellen, rational bestimmten Leistungsanforderungen und beschreiben die sozialen Ansprüche in der Berufswelt. Sie werden zur Beschreibung von Anlagen, Fähigkeiten und Bereitschaften einer Person zur Ausführung von Tätigkeiten verwendet. Der Schwerpunkt liegt gleich den Schlüsselqualifikationen nicht mehr nur bei den fachlichen Qualifikationen, sondern bei den Charaktereigenschaften der Person selbst.

Zu den Soft-Skills zählt man im Allgemeinen die soziale Kompetenz, die kommunikative Kompetenz und die methodische Kompetenz. Hinzu kommen Gesichtspunkte wie interkulturelle Kompetenz, emotionale Kompetenz oder personale Kompetenz. Allerdings sind die einzelnen Kompetenzfelder nur unscharf voneinander zu trennen und haben große Schnittmengen untereinander wie auch viele Abhängigkeiten. In einer Kurzübersicht können Soft-Skills folgendermaßen dargestellt werden:
Soziale Kompetenz

Als soziale Kompetenz bezeichnet man die Fähigkeit souverän, einfühlsam, fair und konstruktiv mit Mitmenschen umgehen zu können:
  • Teamfähigkeit
  • Empathie
  • Bereitschaft zur Kooperation
  • Verlässlichkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Ehrlichkeit
  • Menschenkenntnis
Kommunikative Kompetenz

Kompetenzen sind immer eine Mischung aus Wissen und Können, aber auch aus Wollen. Somit gehört zur kommunikativen Kompetenz die Kommunikationsfähigkeit genauso wie die Kommunikationsbereitschaft:
  • Rhetorik
  • Präsentationsfähigkeit
  • Moderationskompetenz
  • Schlagfertigkeit
  • Small-Talk
  • Empathie
Methodische Kompetenz

Hierunter fallen alle Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die es gestatten, Aufgaben und Probleme zu bewältigen, indem sie die Auswahl, Planung und Umsetzung sinnvoller Lösungsstrategien ermöglichen:
  • Analysefähigkeit
  • Kreativität
  • Lernbereitschaft
  • Denken in Zusammenhängen
  • Abstraktes und vernetztes Denken
  • Rhetorik
Personale Kompetenz

Personale Kompetenzen sind Fähigkeiten und Einstellungen, in denen sich die individuelle Haltung zur Welt und insbesondere zur Arbeit ausdrückt. Also Persönlichkeitseigenschaften, die nicht nur im Arbeitsprozess Bedeutung haben:
  • Leistungsbereitschaft
  • Engagement
  • Motivation
  • Flexibilität
  • Kreativität
  • Ausdauer
  • Zuverlässigkeit
  • Selbstständigkeit
  • Mobilität
  • Anpassungsfähigkeit
  • Belastbarkeit
Im nächsten Abschnitt gehen wir der Frage nach, warum Soft-Skills inzwischen im Berufsleben so wichtig geworden sind.

Lesen Sie weiter: Warum sind Soft-Skills so wichtig?

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